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Autor Thema: Zwerge und Zwergenquesten  (Gelesen 1700 mal)

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DirkF

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    • Avarion
Zwerge und Zwergenquesten
« am: 10. Juli 2006, 21:49:38 »

Hier mal als kleine Vorschau eine Beschreibung von Zwergen auf Avarion...


Bei vielen Völkern hält sich schon seit langem das Vorurteil, dass Zwerge entweder perfekte Schmiede, großartige Krieger oder raffgierige Händler sind. Dies ist allerdings keineswegs korrekt, sondern nur eine verzerrte Wahrnehmung des zwergischen Pragmatismus und ihrer Kultur.

Wenn man eine richtige Zwergenstadt betritt dann wird man schnell feststellen das es dort dieselben Berufe gibt wie überall - vom Bäcker über den Zimmermann bis zum Jäger oder Kräuterkundigen. Allerdings sind Zwerge sehr pragmatisch - sie versuchen zwar durch harte Arbeit das beste zu erreichen, aber sie werden keine Mühen auf eindeutig hoffnungslose Situationen verschwenden. So wird ein guter Zwergenjäger zwar in seiner Heimat ein gutes Auskommen erreichen können, aber wenn er auf Reisen ist dann wird er nicht versuchen sich mit einem Elfenjäger zu messen - weil er weiß das dies normalerweise vergeblich ist (zu Ausnahmen steht weiter unten etwas).

Deshalb sieht man in gemischten Städten normalerweise nur Zwerge in den Berufen, wo sie Vorteile gegenüber der anderen Bevölkerung haben. Diese Vorteile beruhen in der Regel auf einer besonderen Gabe zum Erkennen feiner Strukturen (wie z.B. Wechsel in der Gesteinsart, Temperatur- oder Spannungsänderungen bei heißem Metall, aber auch Wechsel in einer Holzpanel-Maserung die auf geheime Verstecke hindeuten) sowie dem kulturellen Vorteil schon von der Kindheit an immer wieder etwas über Schmiedekunst und Baukunst mitbekommen zu haben.

Auch die sogenannte Raffgier der Zwerge existiert nicht so, wie die meisten Rassen sie wahrnehmen. Ein Zwerg möchte zwar genauso wie jeder andere ein gutes Leben führen und Reichtum ansammeln, aber dies möchte er aus eigener Kraft erreichen und nicht durch Übervorteilen oder Betrügen. Er ist einfach nur bereit, mehr Mühe in seine Arbeit zu stecken und deshalb oft erfolgreicher.
Dabei kann diese "Arbeit" durchaus auch die eines Diebes sein, der ja schließlich seine Geschicklichkeit im Umgehen von Fallen beweisen muss (und einige Schätze sind ja auch wirklich herrenlos in Ruinen) - nur für Betrügereien und primitiven Taschendiebstahl von armen Leuten sind Zwerge eher selten zu haben.

Ein Zwerg kann normalerweise bis zu 500 Jahre alt werden und mit 250 Jahren steht er normalerweise im besten Mannesalter. Es hat sich aber die Tradition gebildet, das ein Zwerg ab 250 Jahren für die "Jungspunde" von 100-200 Jahren nur noch als "Alteisen" zählt - für einen Zwerg eine der schlimmsten Beleidigungen überhaupt. Aus diesem Grunde versuchen viele ältere Zwerge, den Jungspunden durch persönliche Questen das Gegenteil zu beweisen - frei nach dem Motto "seht her, ich schaffe das noch".
Pragmatischere und besonnene Zwerge wählen dabei Questen, die ihrer Familie anschließend noch weitere Vorteile bringen - z.B. die Suche nach neuen Erzadern in gefährlichen Grenzregionen oder die Erforschung von Höhlen, die vor Generationen wegen irgendwelcher Probleme aufgegeben und versiegelt wurden.
Allerdings gibt es bei den Jungspunden Wettbewerbe ob man das Alteisen mit den passenden Neckereien auch zu Questen wie "töte einen Drachen" oder "besiege einen Elfenjäger im fairen Jagdwettstreit" treiben kann...

Neben den persönlichen Questen (die oft nur die direkten Bekannten interessieren) gibt es aber auch die Clansquesten. Alle paar Jahre tauchen mal Aufgaben auf, bei denen die Führer zu der Überzeugung kommen das die Lösung dieser Aufgabe für alle Clans der Zwerge von Vorteil ist - oft durch Visionen und Nachrichten der Götter, aber auch durch Naturkatastrophen oder weil ein Berater einen alten Hinweis aus den Bibliotheken ausgegraben hat.
Für eine solche Clansqueste ausgewählt zu werden zählt als eine der höchsten Ehren in der zwergischen Kultur - wobei es immer nur einen Zwerg gibt, dem diese Queste zugeteilt wird. Er kann natürlich beliebige Helfer mitnehmen und wird üblicherweise auch reichhaltig mit Ausstattung versehen, aber nur dieser eine Zwerg erhält als Kennzeichen für die Clansqueste eine besondere Tätowierung.

Und zwar wird der Rand seines Gesichtes am Haaransatz mit einer Mischung aus Bild- und Schriftsymbolen (aus alten Zwergenschriften und sehr bildhaft verziert) versehen, die seine Aufgabe beschreiben und die während der Queste auch bei Erfüllung von Zwischenzielen entsprechend ergänzt werden.
Jeder Zwergenclan ist verpflichtet, einem solchen Questor auf Nachfrage Unterschlumpf und Unterstützung für seine Aufgabe zu gewähren, selbst wenn dieser Clan mit dem des Questors verfeindet ist. Die Anfrage muss aber vom Questor selber kommen und direkt mit der tätowierten Aufgabe zu tun haben, seine Helfer können keine Forderungen stellen sondern nur bitten.


(Andere Rassen- und Kulturenbeschreibungen werden noch folgen, Kommentare sind erwünscht)
Gespeichert
Grüsse,
Dirk

www.avarion.de
 

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