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Autor Thema: Mythen und Märchen  (Gelesen 4327 mal)

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Fenris der Wolfige

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Mythen und Märchen
« am: 26. Oktober 2010, 18:28:05 »

Hi,

da ich dank Ingo (danke Ingo :super:) wieder posten kann, stelle ich mal was hier rein. Es ist eine Legende aus dem Doppelkaiserreich, genauer gesagt aus den Wiesenlandschaften südlich der Alten Höhen:

,,Es begab sich zu jener Zeit, die, an dem Alter dieser Welt gemessen, noch gar nicht lange her ist, als das 4. Zeitalter durch die Hinrichtung des Magierherrschers von Beritan eingeläutet wurde, dass das damals noch junge Volk der Barbaren große Teile dieser Ebene für sich beanspruchte. In ihrer Gier griffen sie zu den Schwertern, um ihren Anspruch geltend zu machen, und so zogen sie in großen Banden durch das Land und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Einem jeden Bauern, einem  jeden Dörfler, ja sogar dem Adel ward kalt ums Herz bei dem bloßen Gedanken an sie, denn man sagte ihnen nach, der Tod höchstselbst folgte ihnen nach.
Doch die Menschen wollten nicht untätig zusehen, wie ihnen das Land unter der Nase eingeäschert wird, deshalb bildeten die bestehenden menschlichen Königreiche einen Bund, um die Barbaren in ihre Schranken zu verweisen. Dieser Bund war dem Barbarenvolk zwar auch an Zahl, vor allem aber in der Kriegsführung überlegen, denn die Barbaren sind genauso stark und kampflustig wie dumm und unzivilisiert, und so verging kein Monat bis die Barbaren in die Wildnis zurückgedrängt wurden.
Nun kehrte Frieden in das vom Krieg gebeutelte Land ein. Vom Barbarenvolk voller Zorn akzeptiert, von den Menschen sorgsam behütet, dauerte die Ära des Friedens an: Der Bauer bestellte sein Feld wieder mit Hingabe, Abkommen wurden geschlossen, Allianzen geschmiedet, des Schmieds Eisen glomm, des Händlers Beutel klimperte, kurzum: Land und Volk gedieh.
Doch der Frieden sollte nicht von Dauer sein, denn einer war erzürnt. Der Häuptling eines der kriegerischsten und mächtigsten Stämme war erzürnt, ob der Niederlagen und Demütigungen seines Volkes. Er war erzürnt und sann auf Rache, und so schmiedete er heimlich einen Plan, um den Bund der Königreiche zu zerschlagen. Er rief alle Krieger seines Volkes zusammen, so dass ein Heer von solcher Größe entstand, wie es bis heute niemand mehr gesehen hat und dieses Heer zog nun entlang des Oidra gegen das Doppelkaiserreich Preteri. Auf ihrem langen Marsch töteten sie einmal mehr alles, was sich ihnen in den Weg stellte, raubten alles, was nicht niet- und nagelfest war, und brannten den Rest nieder.
Die Könige  der Menschen aber waren nicht rechtzeitig gewarnt worden und so wurde eilends eine Beratung einberufen, die aber zum einzigen Ergebnis die niederschmetternde Erkenntnis hatte, dass der Bund seine Truppen niemals würde ausheben können ehe die Heerscharen des Feindes die glänzenden Zinnen Mandariks erreichten.
In jener dunklen Stunde geschah es, dass ein Heroe ins Licht trat und den Königen vor den Göttern gelobte, die Barbaren unter Einsatz seines Lebens und dem seiner Männer solange aufzuhalten, wie die Könige brauchten ihre Truppen zu vereinen. Die Herrscher sprachen dem Mann, der ein rotes Kreuz auf einem schwarz-weißen gevierteilten Grund im Schild führte, ihr Lob aus, taten sein Vorhaben aber  als vergeblich ab, doch der edle Ritter ließ sich nicht beirren und zog mit seinem Gefolge, bestehend aus 144 Bewaffneten, tapfer dem Feind entgegen, denn er hatte einen Eid geschworen.
Als er nun auf einer Erhöhung in der sonst so flachen Landschaft, nahe der heutigen Grenze zwischen Vulna Preteri und den Barbarenreichen, angelangt war entschied er sich jenen Ort als Bollwerk der kommenden Schlacht zu nutzen und befahl, den Hügel zu befestigen.
Nach 3 Tagen der Vorbereitung war der Tag gekommen: Bereits am frühen Morgen vernahmen die Männer die Schlachtgesänge der Barbaren, die bald als schwarze Silhouetten am Horizont auszumachen waren. Als sich die beiden Fronten dann gegenüberstanden, wurde es für einen Moment lang still: Auf dem Hügel der Ritter mit seinen 144 Kriegern, mit Plattenrüstungen, Schwert und Lanze ausgerüstet, in der Letzten Festung, drunten im Tal Abertausende Barbaren, in Tierpelze gekleidet und mit schartigen Klingen in der Hand, die Blutgier im Augapfel. Und dann, erst leise, dann immer lauter lachten die Barbaren und verspotteten und verhöhnten die Gegner, die es wagten sich mit solch einer geringen Anzahl ihnen entgegenzustellen. Da ward das Gefolge des Ritters von Unruhe beschlichen und ihr Mut schwand, nur der Ritter selbst stand ruhig da, den Schild zur Linken, das Schwert in der Rechten und stimmte ein Gebet an. Sodann fielen seine Streiter einer nach dem anderem ein und es erhob sich ein Kanon aus Gebeten und ihre Stimmen, fest und laut, warfen das Gelächter ihrer Feinde nieder und ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren, ob dieses Mutes.
Die folgende Schlacht währte 13 Sonnen und während all dieser Zeit riss der Sprechgesang nicht ab. An jedem neuen Tag fiel ein Dutzend des Ritters tapferen Mitstreiter gegen die überwältigende Übermacht aus Fleisch und Blut, Zorn und Stahl, doch jeder dieser heldenhaften Recken riss dutzende in den Tod, so dass die Gefallenen und Verwundeten zu Hauf am Fuße des Hügels lagen.
Am 13. Tage stand nur noch der Ritter den barbarischen Horden entgegen und er spürte, dass seine Zeit gekommen war, seinen Kameraden ins Reich Empyrs zu folgen. Er stieß sein Schwert in den Flur zu seinen Füßen, lehnte den Schild daran und stülpte seinen Helm obenauf. Als die Barbaren dies sahen, so schrien sie und johlten, denn sie glaubten er würde sich nun ergeben, doch da irrten sie, denn da ergriff der Ritter einen Speer, sprach ein Stoßgebet und warf.
Der Speer flog und flog, weiter und immer weiter, bald über Hundert Schritt, bis seine Spitze sich endlich absenkte und sein Ziel, von Mut getragen, von den Göttern gelenkt, fand. Fassungslos sank der Häuptling der Barbaren tot zusammen, den Schaft aus der Brust ragend. Als seine Kumpane dies sahen, so wurden sie gar zornig und schossen ihre Pfeile auf den Ritter, so dass der Himmel verdunkelt ward.
Zuvor aber noch einer der Barbaren nur einen Schritt tun konnte, strömten bewaffnete Männer über den Hügelkamm, geschmückt mit den Bannern und Wappen der menschlichen Königreiche, und trieben die Barbarenhorden zurück.
Die Könige aber traten an den im Sterben liegenden Ritter heran und sprachen: ,,Wir sind euch zu großem Dank verpflichtet, Mann, der ihr habt den Frieden bei eurem Leben verteidigt. Möget ihr in Frieden ruhen." Da erhob sich der Ritter ein letztes Mal und erwiderte: ,,Danket mir nicht, ihr Hohe Herren, ich habe nur meinen Eid vollfüllt! Bettet ihr mich und meine Kameraden hier an der Stätte unserer größten Schlacht zum Tode, so ist's mir Dank genug." Und mit diesen Worten wich das Leben aus seinem Körper.
Sein letzter Wunsch ward ihm gewährt und seit jenem historischen Tag findet man Schwert, Schild und Helm auf dem Hügelkamm. Sie gelten als Reliquien und widerstehen dem Zahn der Zeit und der Kralle der Verwitterung, für jeden sichtbar, bis zum heutigen Tage."

Fenris

P.S.: Dies ist auch ein guter Grund, warum die Stadt "Letzte Festung" ihren Namen trägt, denn sie wurde in der Nähe dieser letzten Festung errichtet. Der Hügel mit den Reliquien ist bis heute ein Ziel für Pilger.
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Fenris der Wolfige

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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #1 am: 26. Oktober 2010, 18:41:02 »

Dann hätte ich noch ein Märchen, das den Kindern einbläuen soll, immer zu beten und auf die Götter zu Vertrauen:

Es waren einmal ein Geschwisterpaar, zwei Brüder auf die ein Vater stolz sein konnte, aber ihr Vater starb früh und sie mussten lernen sich alleine im Leben zu behaupten, denn die Mutter war im Kindbett des jüngeren Bruders verstorben. Da sie in ärmlichen Verhältnissen lebten, gab es nichts, was sie hätten erben können, und so war für sie unerheblich, wer der Erstgeborene war, und sie lebten in Eintracht miteinander.
Der Tod des so geliebten Vaters war ein herber Schlag für beide, aber sie verarbeiteten ihre Trauer unterschiedlich: Der eine wendete sich den Göttern zu und fand bei ihnen Zuflucht in schweren Zeiten, der andere flüchtete sich in den Rausch und die Fleischeslust. Er ging saufen, spielen, raufen und huren, wann immer er Zeit und Geld zu genüge aufbringen konnte, und verprasste damit auch den Besitz seines Bruders. Doch so unterschiedlich die beiden Brüder auch waren, sie hielten zusammen und halfen einander, in guten wie in schlechten Zeiten.
Eines Tages mussten sie den Gläubigern entfliehen, die nicht mehr auf ihr Geld warten wollten, denn über die Zeit war auch das Geldsäckel des brüderlichen Priesters erschöpft. Es galt eine Fähre zu erreichen, die nur einmal des Tages den Oidra überquerte, beim Aufgang der ersten Sonne hinüber, zur Abenddämmerung wieder her. Doch wie die Götter es wollten, verschliefen die Brüder und mussten sich sputen, aber der gläubige Bruder wollte nicht auf sein Morgengebet verzichten, und so kam es, dass die beiden Brüder zum ersten Mal seit langem trennten: Der verschuldete Bruder eilte hinfort, um die Fähre rechtzeitig zu erreichen, währen der gläubige Bruder zurückblieb.
Als er schließlich aufbrach und an der Fährstelle ankam, konnte er die Fähre noch entfernt auf dem Fluss ausmachen, wie sie in den Fluten versank und alle an Bord mit sich in die kalten Tiefen zog, unter ihnen auch den Bruder. Nun war die Trauer des verbliebenen Bruders zwar groß, er war jedoch auch erleichtert darüber, dass die Götter wenigstens ihn vor dem Schicksal seines Bruders bewahrt hatten. Außerdem hatte nun das traurige Leben des Bruders ein Ende und er musste sich fortan nicht mehr um ihn sorgen. Und so zog er allein von dannen um fortan in einem Tempel zu leben, nach einigen Jahren war es ihm sogar möglich die Schulden seines verstorbenen Bruders zu begleichen und das Morgengebet hat er nie vergessen.
Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er noch heute?

Fenris

Vielleicht muss ich dazu sagen, dass ich begierig darauf bin eure Meinungen zu hören, positive wie negative.

Entschuldigung. Dieses Märchen war nicht vollständig. Es fehlte die erste Hälfte!
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2010, 20:30:04 von Fenris der Wolfige »
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Cheleos

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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #2 am: 27. Oktober 2010, 20:38:08 »

Allergrößten Respekt =D !

Es ist mir eine Ehre dem restlichen  :prost: - Volk mitzuteilen dass der liebe Fenris nicht nur diese tolle Legende geschrieben hat, sondern es auch versteht, sein Abenteuer um die Geschichte herum zu erzählen und zu leiten, so dass wir großen Spaß hatten.

"Nach dem was uns in dieser Gegend zugestoßen ist habe ich große Freude beim lesen dieser Geschichte gehabt und nicht schlecht gestaunt! Bisher hat immer nur dieser Markos, Ordenskrieger vom Geschlecht der Eich-sonstwasse was von einer ganz großartigen Geschichte erzählt die notwendig macht dorthin zu reisen und uns mit seiner Geheimniskrämerei genervt. Mich zumindest, ich will schließlich wissen warum ich mich durch die Wildnis schlage und ganz sicher nicht nur wegen irgendsoeines ach so tollen Gottes der Ordnung! Die Anderen scheinen ja nicht mal was an seiner verkrampften Gesetzestreue auszusetzen zu haben... aber das ist eine andere Geschichte und eigentlich ist er ja ganz in Ordnung, den Kampf mit Schwert und Schild beherrscht er zumindest recht gut."

Cheleos, Assassine auf Wanderung
(zuletzt gesehen: irgendwo zwischen Letzte Festung und Mandarik)
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Jonas

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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #3 am: 02. Dezember 2010, 20:15:08 »

super cool
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chiaos
und bleibt auf dem Laufenden im Kampf gegen das organisierte Fairbrechen

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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #4 am: 23. Dezember 2010, 19:00:30 »

Die Versionen find ich echt gut (hab sie ja auch selbst überhaupt bearbeitet), vor allem das mit der Letzten Festung, die mir einen guten Anhaltaspunkt für ein Abenteuer gegeben hat und die Namen von Pyramos mit Leben füllt. :super:

Markos von Eichbaum, Ordenskrieger auf dem Pfad der Rechtschaffenden, zuletzt in den südlichen Anhöhen der Alten Höhen des geliebten Vaterlandes
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #5 am: 23. Dezember 2010, 19:09:34 »

Hier noch eine kurze Sage von mir zur Erklärung des ersten Tages der Arbeitswoche, Nomos:

Es begab sich zu jener Zeit,  als die Ebene, die hoite den Namen Eridas traegt, vom Chaos beherrscht ward, dass die Pigona und Elben gemeinsam die Armeen der Entropie besiegten und Kaderon, den Herr von Chaos und Schmerzen, fuer immer von Eridas' Antlitz verbannten, so dass das Land zum ersten Mal seit Anbeginn der Zeit spross und gedieh.
Als die Bewohner Eridas' das ergruente und erbluehte Land sahen, so war ihre Froide darueber gross und sie jubilierten und feierten und sie gelobten Jaal, dem obersten Meister der Ordnung, ewige Dankbarkeit, ob seines Vermaechtnisses.
Als nun aber Jahrhunderte ueber Feiern und Feste verging, erzuernten die Goetter und die Stimme Nomos? erklang donnernd vom Goetterreich hernieder: ,,Haltet ein, ihr Narren, und schaut oich an: Dankt ihr so den Goettern fuer ihre Gaben?" Als die Bewohner an sich hinabblickten, so sahen sie sich in Lumpen wie die eines Bettlers gehuellt, dreckig wie Schweine, mit den Krallen und dem Pelz einem Wolfe gleich. Als die Bewohner dies sahen so war ihre Scham darueber so gross, dass die Goetter ihnen in ihrer Weisheit ihr suendhaftes Tun vergaben und Nomos sprach ihnen mit Milde das Wort zu Recht und Ordnung.
Und seit jenem Tage schallt der Name des Herrn des ersten Arbeitstages von den Zinnen und Daechern, zu Zeichen, dass die Tage der Gottesandacht vorueber und die Zeit der Arbeit angebrochen ist, und in Ermahnung daran, die Fehler der Erzvaeter dieser Welt nicht zu ernoiern, denn aus rechten Prinzipien kann unter falscher Anwendung Unrecht entstehen, und aus Ordnung Chaos.

Antonius, Dominus Magus,
3. Zeitalter, im 1989. Jahre des Herrn, 16. Lesing, Mandarik

PS: die Umlaute mit "e" sind Absicht, um es ein bisschen alt klingen zu lassen...
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #6 am: 23. Dezember 2010, 19:17:47 »

Bei dieser geschichte muss ich ein Plagiat anmelden: Die Grundidee der sich selbst erfüllenden Prophezeiung stammt aus der antiken Mythologie.

Es begab sych zu jener Zayt, dy Zwerge noch nycht lang auf dem Antlytz dyser Welt, dass sy auf dy Such nach Gold und anderem wertvollen Sayn yn dem suedlychen Ausloyfer dy Alten Hoehen auf ayn byzarres Materyal styssen: Zunaechst schyn es nur ayn unbekannter Stayn, sonderbar sproede, aber doch gegen Versuche zu Schmelzen, zu Schmyden oder auf jeglyche andere Art zu formen gefayt. Als dy Wayssen hynzugezogen, prysen sy den Fund dy Zwerge vor den Goettern und berychteten von grossen muestyscher Kraft, dy dem Gestayn ynnewohne, und nun waren darueber auch dy Zwerge beglueckt und taten sych daran dy Berge auszuhoehlen und abzutragen, um wayter von dem wertvollen Materyal zu halten und an vermoegende Muestiker zu handeln.

So gyngen Jahrhunderte yns Land und dy Zwerge waren derart zu Werk gegangen, dass nun ayn aygenes Gebyrge entstanden war und sy aynen grossen Raychtum gehoyft hatten. So ward dy Zwerg Koenyg unter dem Berg und er resydyrte yn saynen marmornen Hallen, voll von Edelstaynen yn allen Farben des Hymmelstors, goldenen Flysen, yn dessen glaenzender Oberflaeche sych dy Antlytz des Betrachters spygelte, und majestaetyschen Soylen, von denen man den erschien, wenn man den Soylen folgend yn dy schyr endlose Dunkelhayt ueber den erloychteten Hallen blyckte, sy truegen den Hymmel selbst auf yrem Schaytel.
Aber dy Verlangen dy Zwerge nach Raychtuemern konnte nymmerdar gestyllt werden und so frassen sy sych wayter yn dy Berge, wy Maden yn den Kaese, und aynes Tages geschah es, dass sy ayne Hoehle fraylegten, yn dy selbst den Zwergen, dy sy doch sonst so unempfyndlych den muestischen Kraeften gegenueber synd, dy langen Baerte vor muestischen Wellen knysterten. In yrer Gyr stuerzten sy alle zuglaych yn dy Hoehle yn Erwartung aynes unvorstellbaren Vorkommen des begehrten Gestayns, sy moegen sych vyllaycht schon dy Besytztuemer ausgemalt haben, dy sy yn Austausch fuer dy wertvolle Ware erwarten durften, doch wenn es so war, wurden sy enttoyscht, denn dy Hoehle bestand nur aus schlychtem Fels und schyn, abgesehen von aynygen skurrylen Felsgebylden, leer zu sayn. Doch als sy sych naeher umsahen, so fyl dy Schayn yrer Fackeln auf ayne an dy hyntere Felswand gelehnt kauernde Gestalt, dy Augen geoeffnet. Es war anschaynend ayn Maedchen, ayne Vertreteryn des jungen Volks dy ,,Menschen?, wy es dy Elben nannten. Nun wunderten sych dy Zwerge sehr, woher dyses Kynd kam, und wy es yn dyse bys dahyn abgeschlossene Hoehle tyf ym Herzen des Berges gelangt war, und  so stellten sy dem Maedchen allerlay Fragen, doch es gab auf kayne dy Fragen Antwort. Selbst als dy Zwerge es ruettelten und schuettelten gab dy Maedchen kayne Reaktyon von sych: Ihr Blyck gyng yn unbekannte Ferne, auf etwas gelegt, dy nur sy erblyckte, yre Gedanken wohl jensayts des sterblychen Fassungsvermoegens, von Magy erfuellt, dem Goettlychen nahe. In yrer Ratlosygkayt was zu tun say, brachten sy dy Maedchen zu den Waysen, dy sych fortan um es kuemmerten.

Wyder aynmal zog Zayt yns Land, doch dy Maedchen entgyng dem Zahn dy Zayt und ueberdauerte vyle yrer Pfleger, waehrend yr selbst yre Jugend erhalten blyb. Inzwyschen hatten sy aber yn Erfahrung bryngen koennen, dass dy Maedchen unter Zuhylfenahme von gesalbtem Myrrerauch auf aynzelne Fragen hyn auf mystysche und orakelhafte Wayse dy Zukunft kundtun konnte. Auch dem aynfachen Volke ward dy Wyssen verkuendet und es machte sych zur Gewohnhayt den Rat des ,,Orakels?, wy sy es nannten aynzuholen, wann ymmer ynen dy Pfade des zukuenftygen Sayns ym Nebel dy Ungewysshayt schynen.

So kam es, dass tyf yn dy Nacht Valandor, Grosskoenyg des Alten Rayches, ym Schlafgewand und myt ungeordnetem Haar yn den Tempel des Orakels taumelte und nach Atem ryngend vor dem dunklen Umryss auf dy roten Stoffbahn, dy dy Orakel vor den Blycken jener verbarg, dy yren Rat suchten, nyderknyte, wy er es als Koenyg nur vor den Goettern tat. So verharrte er aynyge Augenblycke, denn ohne ausdruecklyche Erlaubnys des Orakels durfte nymand dy haylyge Ruhe des Tempels stoeren. Endlych erklang, kaum lauter als dy Wynd ym Spatejahr, aber doch doytlych vernehmbar, dy Stymme aynes Kyndes hynter den Schlayr hervor: ,,Sprych!? ,,Hohes Orakel?, sprach Valandor, und sayne Stymme zytterte ob sayner Erregung, ,,Hohes Orakel, mayn Herz wyll baynahe zerspryngen vor Froyde, denn hoyte Nacht yst myr ayn goettlyches Geschenk gemacht worden: Mayne Gemahlyn hat myr endlych aynen Erben geboren! Nun byn ych hyr um dy Zukunft jenes Juenglyngs zu erfahren, dem es bestymmt yst aynst ueber dy groesste und maechtygste Raych dyser Ebene zu herrschen.? Nachdenklych sank dy Orakel wyder yn Stylle. So dann sprach sy: ,,Ich werde dyr dy kommenden Pfade daynes Sohnes kundtun, doch wysse: Wahrhayt kann schrecklych sayn.? ,,Ich muss es dennoch wyssen!? Eyn dryttes Mal ward es styll yn dy Nacht bys schlysslych dy Orakel sprach, myt ayner Stymme, dy dyrekt aus dy Anderwelt zu kommen schyn, tyf und bedrohlych, erhaben und wyssend zuglaych: ,,Der Vater sprycht, doch dy Sohn schwaygt. Der Sohn tanzt auf den Wogen des Schycksals und wendet sych vom Vater ab. Der Vater sprycht, doch dy Sohn schwaygt. Der Sohn kehrt zurueck, um sych myt dem Flaysch zu veraynen, dy yn geboren. Der Vater sprycht, doch dy Sohn schwaygt. Der Sohn raecht sych und vergysst dy Blut, dy yn geschaffen. Nun sprycht dy Sohn, doch dy Vater schwaygt fuer ymmer. Dys say sayn Schycksal.?

Als Valandor wyder zurueck ym Schlafgemach saynes Hauses angelangt war, fand er sayn Wayb ym Ehebett vor, dy Frucht yrer Lenden, yn ayn Laynenbuendel gewyckelt, ym Arm. ,,Gyb yn myr!?, befahl er myt schnaydender Stymme. ,,Warum??, verlangte sayne Gemahlyn zu wyssen, ,,Unser Erbe yst soeben ayngeschlummert, yr wuerdet yn wecken, Herr.? ,,Bah?, erwyderte da Valandor, ,,von wegen Erbe. Baym Barte mayner Mutter ayn Kuckuck yst?s, kayn Koenygssohn! Zum letzten mal: Gyb yn myr!? Da erschrak dy Koenygyn, denn sy hatte yren Gemahl selten so wuetend gesehen, und so zoegerte sy, ym yr Kynd zu ueberraychen. Der Koenyg aber scherte sych wenyg darum und entryss yr dy Buendel kurzerhand. ,,Wache!?, donnerte er. Eyn Mann erschyn yn dy Tuer: ,,Herr??  ,,Bryng dyses Kynd auf den Gypfel des Donnerbergs und zayg ym was es bedoytet, saynen Vater und sayn Volk zu verraten! Ich wyll sayne Seele bay Empyr wyssen, noch ehe dy Morgen graut!? Da zerryss ayn Schray dy tyfe Nacht, denn dy Koenygyn war nycht berayt, yren Sohn so bald den Goettern zu ueberlassen, sy stuerzte sych auf dy Wache, dy den Erben hylt, doch Valandor ueberwaeltygte sy und ryf: ,,Nun, was stehst du hyr noch so herum? Tue gefaellygst, wy ych dyr gehayssen habe!? Und dy Mann verschwand yn dy Dunkelhayt.

Der Mann war ayn loyaler Soldat und saynem Herrn troy ergeben, und auch wenn es ym nycht behagte, ayn unschuldyges Kynd zu toeten, aylte er hynfort, dy Kynd ym Korb, um saynem Koenyg zu dynen. Der Weg zum Gypfel des Donnerbergs aber war wayt und beschwerlych und als er ayn klaynes Fluesschen ueberquerte, dachte er bay sych: ,,Es daemmert berayts und ych werde es wohl nycht rechtzaytyg schaffen. Ich setze yn aynfach hyr ym Fluss aus, er wuerde wayt fort sayner aygentlychen Haymat leben und dy Koenyg wuerde es ny erfahren.?

Und so geschah es, dass dy Koenygssohn den Zorn Valandors ueberlebte. Sayn Koerbchen tryb lange auf dem Fluss und brachte yn sycher ausserhalb dy Grenzen saynes Vaters. Schlysslych verfyng sych dy Waydengeflecht doch yn ayner Flussbygung, wo er alsdann von aynem alten Schaefer gefunden ward. Der Mann froyte sych sehr, als er den klaynen Jungen da frydlych schlafend yn aynem Laynenbuendel vorfand, denn sayne verstorbene Frau war sayt jeher unfruchtbar gewesen und so nahm er yn myt, gab ym den Namen Lot und zog yn als sayn aygen Flaysch und Blut auf.

Darueber vergyngen Jahre und aus dem klaynen Jungen ward ayn stattlycher Mann. Eynes Tages lag dy Schaefer ym Sterben, denn er war ayn grayser Mann und sayn Koerper strafte all sayn Tun und Streben myt Schmerzen und Layd. Da sprach er zu Lot: ,,Sohn, trytt nah an mayn Bett, denn mayne Stymme yst schwach und ych fuerchte dys yst dy letzte Stunde, dy wyr mytaynander synd. Du musst wyssen, ych habe dych ymmer gelybt und ych werde es ymmer tun, doch du byst nycht dy, dy du glaubst zu sayn. Mayn Wayb yst nycht, wy ych dyr ymmer erzaehlt habe, bay dayner Geburt gestorben, sondern lange Zayt bevor ych ueberhaupt wusste, dass du byst. Ich habe dych auf dem Fluss gefunden, yn ayn Laynenbuendel gewyckelt, yn aynem Korb lygend. Ich wayss nycht, wer daynen wahren Eltern synd, doch wenn du aynen letzten Rat von dem Mann annehmen wyllst, dy dych ymmer wy aynen Sohn gelybt hat, dann begyb dych auf Raysen und fynde dayne Eltern.? Und myt dysen Worten starb dy Schaefer.

Lot erwys dem Mann, den er trotz dy erschuetternd Wahrhayt respektyrte, dy letzte Ehre und tat dann wy er gehayssen ward. Er packte sayne wenygen Habselygkayten und rayste noch am selben Tag ab. In den naechsten Jahren soymten vyle Gefahren den Weg des jungen Mannes, er erschlug Trolle, kaempfte myt Rysen und setzte sych gegen Bandyten und Wegelagerer zur Wehr. Doch sovyl er auch erlebte, so wenyg erfuhr er ueber sayne Eltern. Egal wen er fragte, nymand schyn etwas ueber dy Verschwynden aynes Kyndes oder um dessen graynende Eltern zu wyssen.

Eynes Tages ym Spatejahrs suchte er am Hofe des Koenygs Schutz vor dy Kaelte des Schneetraybens und er ward trotz sayner Armut myt dy Gastfroyndschaft aynes anstaendygen Hauses bewyrtet. Da ward Valandor auf den jungen Gast an sayner Tafel aufmerksam. Eygentlych war es fuer den Koenyg nycht von Belang, wer am unteren Ende sayner Tafel spayste, dennoch, unverstaendlycherwayse, verspuerte Valandor den Drang, mehr ueber dysen Gast herauszufynden und sprach: ,,Setzt oych zu myr, junger Mann! Ihr seht so aus, als ob oych etwas Met und Flaysch zur Staerkung gut bekaemen.? Lot blyckte aynyge Male um sych, bys er merkte, dass er selbst gemaynt war. Eygentlych hatte er versucht moeglychst nycht aufzufallen, um so schnell wy moeglych wayterraysen zu koennen, denn dy Grosskoenyg war bekannt fuer saynen Jaehzorn. So behagte es ym zwar nycht sych an dy Hohe Tafel zu setzen, doch er wagte es nycht dem Koenyg zu wydersprechen, und so lyss er sych zu sayner Lynken nyder. Valandor versuchte saynen unerkannten Sohn yn ayn Gespraech zu verwyckeln, doch Lot antwortete saynem so lange gesuchtem Vater nur aynsylbyg und kurz angebunden, denn etwas anderes hatte sayne Aufmerksamkayt geweckt: In faynste Gewaender geklaydet thronte dy Koenygyn neben yrem Herrn und Gebyter und tauchte jene, dy sy ansah, yn dy glasklare Hymmelsblau yrer Augen, badete sy yn dem Schayn yrer Schoenhayt. Und auch sy musterte den jungen Mann myt mehr als nur blossem Wohlwollen.

Spaeter am Abend, als dy Koenyg berayts, vom Wayn betoybt, dy Schlafgemach aufgesucht hatte und auch dy maysten anderen Gaeste dy Mahl verlassen hatten, wendete sych dy Koenygyn an Lot: ,,Euer Gesycht mutet myr seltsam vertraut. Sagt, kommt yr aus den Laenderayn?? ,,Nayn, Herryn?, antwortete er, ,,Ich komme aus dem Hyret und habe oyer erlauchtes Haus ny zuvor betreten.? ,,Myr schaynt, yr habt wayte Raysen hynter oych und koenntet sycherlych aynyge Zayt dy Ruhe und Sesshaftygkayt vertragen, ych moechte daher ayn Angebot unterbrayten: Tretet als Schrayber yn maynen Dynst ayn, es soll oych an nychts mangeln.? Lot dachte nycht lange nach, denn, wy dy Koenygyn zutreffend bemerkt hatte, er hatte dy letzte Dekade damyt verbracht, kroyz und quer durch dy Land zu wandern, um sayne Eltern ausfyndyg machen zu koennen, und war erschoepft und ausgezehrt. Ausserdem hatten sowohl dy Schoenhayt des Palastes als auch dy dy Koenygyn es ym angetan, so dass er myt Froyde dy Angebot annahm.

Dy Zayt vergyng, aus Tagen wurden Wochen, aus Wochen Monde, Jahre und Lot tat noch ymmer Dynst bay sayner Herryn. Waehrend dyser Zayt verstaerkten sych dy Bande zwyschen dy Koenygyn und yrem Schrayber stetyg, so dass, unbemerkt vom Koenyg, dy des Öfteren dy Anwesen verlyss, um dy Geschycke saynes Landes zu lenken, ayne Lybe erbluehte und dy bayden yn dy Rosenblaetter yrer Blueten aynschloss. Dabay gyngen sy sehr vorsychtyg vor, denn auch wenn dy Herr des Hauses nycht zugegen war, so war doch dy Gefahr gross, dass ayn gespraechyger Hoeflyng sayne Schluesse aus ayner unbedachten Äusserung zyhen koennte. Eynes Tages jedoch erraychte Valandor sayn Haus frueher, denn erwartet, und so fand er Lot myt sayner Gemahlyn ym Ehebett vor. Der Koenyg raste vor Wut, er wollte den Luestlyng ym Zorn berayts erschlagen, doch er ueberlegte es sych anders. Er musste sayne Ehre retten, wollte er wayterhyn dy groesste und maechtygste Raych von Erydas befehlygen, und um sych vor dem Gespoett dy Loyte zu fayn, forderte er Lot zum Zwaykampf heraus. Er lyss yn auf den Platz vor dy Grossen Halle schlayfen, ueberlyss ym ayn Schwert und sprach myt grollender Stymme: ,,Nun wyrst du erfahren, was es bedoytet, sych an dy Frau aynes anderen Mannes zu vergrayfen, noch dazu dy aynes Koenygs!? Und damyt entbrannte ayn Duell, wy es sayt Jahrhunderten kaynes gesehen hatte. Bayde Maenner waren ausgezaychnete Kaempfer, was dy ayne myt Erfahrung galt, machte dy andere myt Jugend wett, was dy ayne myt Kraft zustande brachte, entgegnete dy andere myt Gewandthayt. Schlysslych aber schyn sych dy Blatt nach und nach zu Lots Sayte zu wenden, denn auch wenn dy Grosskoenyg aynst Schrecken unter den Faynden allayn durch den Klang saynes Namens verbrayten konnte, so war doch sayne Kampfkraft ym Laufe dy Jahre gesunken, dy er zu spaeter Stunde tyf ueber von Kerzenschayn erloychteten Pergamenten, angeregt myt Botschaftern straytend oder aynfach baym Festmahl zugebracht hatte. So gelang es Lot schlysslych Valandor zu entwaffnen, und als er ym dy Klynge an dy Kehle styss, sprach er: ,,Ergebt oych und ych werde oyer Leben schonen!? ,,Nymals!?, spy ym Valandor entgegen, ,,Eher wyll ych sterben, als mych dyser letzten Ernydrygung hynzugeben!? Lot gab kayne Antwort, sondern lyss sayn Schwert schwaygend kraysen. Eynen Moment lang schyn dy Schwert, von dy Sonne yn glayssendes Lycht getaucht, yn dy Luft ynnezuhalten, dann senkte es sych schneller und ymmer schneller, bys dy Klynge schlysslych myt aynem dumpfen Syrren den Lebensfaden des Grosskoenygs durchtrennte. ,,Ruhet yn Fryden.?, sprach Lot.

Und so geschah es, dass Lot, Sohn von Valandor, sayne Mutter begattete und saynen Vater toetete, nycht trotz, sondern eben wegen den Bemuehungen saynes Vaters, dy prophezayte Schycksal saynes Sohnes abzuwenden.

(Verfasser und Datum unleserlich)


Auch hier habe ich mich einer altanmutenden Schreibweise bedient.
PS: Auch hier sind Kommentare dringend erwünscht!

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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #7 am: 07. Februar 2011, 16:43:59 »

Diese Geschichte gilt als Grund dafür, dass das Königspaar in Askaloohr Geschwister sind. Diese Geschichte ist mit Absicht etwas eigenartig gestaltet. Da  ich aber gerade sehe, dass sie zu lang ist, werde ich sie einfach teilen.

Es wuchsen neue Reiche und manche zerfielen, doch eines derer, die seit Gründung immer bestand hatten, wenn auch klein und unbedeutend für das Geschehen auf der Ebene, ist Askaloohr. In diesem Reich gibt es einen Brauch, den man nur dort und sonst nirgends findet. König und Königin sind Geschwister. Dieser Brauch findet seinen Ursprung in der frühen Geschichte des Landes.

Es begab sich zu jener Zeit, als sich die alten Reiche der Menschen zu bilden begannen. Eines dieser war das kleine und überschaubare Reich Askaloohr. Wie in allen Reichen ward die Herrschaft ausgeführt von König und Königin, entstammend aus den einflussreichsten Familien des Reiches. Das Glück war groß und die Tage hell und wolkenlos. Das Herrscherpaar war angesehen und führte das Volk vortrefflich.
Nicht nur das Land gedieh, sondern auch die Bauten und Architekturen waren wunderbar und schön anzusehen. Der Palast, von einer unbeschreiblichen Größe, war erbaut aus vielerlei Gestein. Eine Seite ward gemauert aus leuchtend rotem Ziegel. Eine andere war gefertigt aus weißem Marmor. Die Mauern um die Feste ragten höher als ein Mensch zu werden vermag und die Mauern der Feste selbst ragten so hoch wie der Vogel fliegt. Mit Türmen so hoch, dass man dachte, man vermöge es die Sterne zu berühren und mit Kellern und Gewölben so tief, man dachte, man müsse gleich auf der anderen Seite der Welt hinaus fallen. Es gab Hallen so hoch, man vermochte die Decke nicht zu erspähen und Türen so niedrig und schmal, dass man sich zwängen musste. Viele Mosaike, Wandteppiche und Malereien schmückten die Wände. Niemand wusste recht, wie es den Architekten gelungen war die Räumlichkeiten derart zu erleuchten, doch es war ihnen gelungen, bis auf die erwähnte Decke.
Doch eines Tages geschah es, dass der Berater des Königs, welcher mit der Gabe des zweiten Gesichtes gesegnet war, vor ihn trat und sprach: ?Mein hoher König und meine verehrte Königin, ich bin vor Euch getreten, um euch eine Prophezeiung zu sprechen!? Einen Raunen durchlief den Thronsaal, denn jeder wusste: Eine Prophezeiung, die ausgesprochen ist, wird sich erfüllen, denn sie verkündet das unausweichliche Schicksal.
?Die Frau Königin wird zwei gesunde Kinder gebären?, fuhr der Berater mit zweilagiger Stimme, als sprächen zwei Münder zu gleich, fort. ?Eines wird ein Junge, der zu einem tüchtigen Recken wachsen wird, und das andere wird ein Mädchen, das zu einer wunderschönen Frau wachsen wird.? Alle freuten sich ob dieser schönsten Nachricht, doch der Berater fuhr fort: ?Doch nicht nur die Kinder werden wachsen, sondern mit der Reife wird die Begierde wachsen. Sie werden sich vereinen und die Vereinigung wird dem König und der Königin den Tod bringen. So ist's gesprochen und so wird es geschehen.? Der Berater sank, geschwächt durch das Prophezeien, in sich zusammen und fiel in einen tiefen Schlaf.
Alle Menschen im Saal waren schockiert und standen mit offenen Mündern da ob dieser schlimmsten Botschaft. Ein jeder wusste, was prophezeit wird, wird auch geschehen. Der König fasste sich als erster und sprach: ?Wir müssen, um unser aller Willen diese schreckliche Wahrheit verhindern. Der einzige Weg dieses Schicksal abzuwenden, ist es, die Kinder zu trennen!? So ordnete der König an, die Kinder sofort nach ihrer Geburt zu trennen, auf dass sie sich nicht erspähten oder sich gar sonst wie wahrnahmen. Er lies sie in das zweite Stockwerk bringen, gab ihnen dies und das darüber und das darunter. Er lies eine Mauer quer durch den Palast ziehen. Auf der einen Seite sollte der Sohn leben, die andere war für die Tochter gedacht. Sogar die Gärten, die auf den Terrassen gelegen waren, wurden durch die Mauer getrennt.
So geschah es jedoch, dass die Architekten und Erbauer, die bereits beste Arbeit, geleistet hatten, den Palast zu errichten, nun unsauber arbeiteten, sodass ihnen der eine oder andere Fehler unterlief. Doch das machte sich vorerst nicht bemerkbar und die Kinder wuchsen auf, ohne voneinander zu erfahren. Auch sahen sie Vater und Mutter nur selten und an ihrer statt hatten sie Zieheltern, die sich um sie kümmern sollten. Doch so sehr diese auch bezahlt wurden, die Wärme an Gefühlen ,für die Eltern geschaffen sind, konnten sie nicht aufbringen.
Die Kinder alterten und wuchsen und aus den Säuglingen wurden Halbstarke und aus den Halbstarken wurden junge Erwachsene. Genau hier spielten nun die Fehler beim Errichten der Mauer eine Rolle. An manchen Stellen war sie undicht. Man konnte durch Löcher hindurch blicken.  Man konnte von den höheren Gärten auf die niedrigeren schauen. Man konnte hier und dort einen Blick erhaschen, hier und dort ein Geräusch aufschnappen.
Eines schicksalhaften Tages dann, spähte der Prinz, denn dieses Amt bekleidete er, zufällig durch eines dieser Löcher und erspähte ein Auge, wie er noch kein anderes erblickt hatte. Es war weit entfernt und halb von ihm abgewandt, doch er wusste, ein solches Auge hatte er noch nie zuvor gesehen. Es hatte etwas vertrautes und doch so fremdes an sich. Er saß nun Stunden vor diesem Loch und spähte auf dieses Auge. Doch auf einmal war es verschwunden. Der Prinz saß nun noch Stunden davor, in der Hoffnung es käme zurück, doch es kam natürlich nicht.
Schwer getroffen und von Müdigkeit halb erschlagen ließ er sich auf sein Lager fallen und konnte doch nicht schlafen. Er musste unentwegt an dieses Auge denken, nichts sonst hatte Platz in seinem Kopf. Selbst als er aus purer Müdigkeit einschlief, träumte ihm von diesem Auge.
Als er am nächsten Tage erwachte, wusste er, er konnte nicht ohne es leben. So ging er zu Ziehvater und Ziehmutter und fragte sie, um wen es sich handeln könne. Diese wussten natürlich, wer es gewesen war, doch sie hatten auf ihr Leben geschworen, nichts zu verraten. So sagten sie, sie wüssten nichts und könnten nichts wissen, wie denn auch?
Das jedoch reichte dem Prinzen nicht. Er wollte es wissen, er musste es wissen. Sonst hätte sein Leben keinen Sinn mehr. Er lies also einen Mann kommen, der zwar im Reich des Prinzen lebte, doch niemand kannte ihn. Man sah ihn nur, wenn er es wollte. Klein war er, kleiner als ein Zwerg und bartloser. Schwarz wie die Nacht war er und immer für Schabernack zu gebrauchen, doch diese Mission war ernst. Und er konnte auch ernst sein, wenn die Belohnung stimmte. Und wie sie stimmte, die Belohnung.
Während der Mann auf seiner Mission war, und das war sehr lange Zeit, denn der Palast war ja riesig, nutzte der Prinz jede sich bietende Chance durch eines der Löcher oder von einem der Simse zu schauen in der Hoffnung, einen Blick auf dieses Wesen zu erhaschen, dem dieses Auge gehörte. Das gelang ihm auch das eine oder andere Mal. Doch er sah es nie ganz. Er sah nur einen Arm, ein Bein oder nur das Haar. Dann ließ er einen Maler holen, einen begnadeten Mann auf seinem Gebiet und er sollte das Zeichnen was der Prinz ihm beschrieb. Der Maler war verdutzt, denn er malte sonst Motive, die er sah. Doch auch dieses Meisterwerk gelang ihm und wie es ihm gelang. Er hatte ein Wesen von unglaublicher Schönheit gemalt.
Der Prinz schloss sich nun mit diesem Gemälde auf sein Zimmer, wo er die Zeit damit verbrachte, es zu betrachten. Tage und Wochen gingen so ins Land und der Prinz verließ sein Zimmer nur, um zu essen. Doch da kam der kleine, der unsichtbare Mann zurück. Er berichtete von der Schönen. Eine wahre Pracht sei sie, noch schöner als auf dem Gemälde. Eine Prinzessin sei sie, voller Geschmeide und Schmuck und würdevoller als die Königin selbst, wie man munkelte. Unerreichbar sei sie, denn es wäre selbst für ihn, wo er doch für andere nicht zu sehen sein, war es fast unmöglich gewesen, sie zu erreichen.
?Doch warum ist sie so schwer zu erreichen??, fragte der Prinz traurig, denn ihm schwand die Hoffnung. Das wusste der Mann kaum zu beantworten. Er wusste nur, dass der Befehl vom König gekommen war, sie so gut wie möglich zu bewachen. Niemand, außer den Vertrauten, sollte sie zu Gesicht bekommen. Das reichte dem Prinzen aber nicht, er wollte zu ihr, er musste zu ihr.
Außerdem war er ein Prinz und sie eine Prinzessin. Sie gehörten zusammen. Miteinander konnten sie herrschen, ohne den anderen nicht. So grübelte der Prinz, wie er sie erreichen könne, seine Prinzessin. Doch wie er auch grübelte, er hatte keinerlei Idee, wie dies zu machen sei.
Er wanderte verloren durch die Gänge und Hallen des Palastes, gefangen in Depressionen. Er wollte doch nur seine Angebetete sehen und ihr nah sein. Warum durfte er nicht? Er durfte doch sonst auch alles. Wie er da so wanderte, sah er auf einmal einen Tunnel, der dorthin führte, wo seit der Erbauung des Palastes niemand mehr war, niemand mehr sein durfte. Der Tunnel schien nicht der Natur zu gehorchen. Er führte in unmöglichen Wegen in alle Richtungen und wieder zurück. Er führte dorthin, wo der Palast eigentlich schon endete und doch führte der Tunnel dort hin.
In einer Trance gefangen wanderte der Prinz immer weiter und immer weiter. Niemand weiß wie lange er so wanderte, doch es muss lange gewesen sein. Irgendwann kam er in einen kleinen Raum.
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #8 am: 07. Februar 2011, 16:44:14 »

[Teil 2]


In dessen Zentrum stand eine Statue. Es war wohl das Bildnis einer Göttlichkeit. Sie schien Mann und Frau beider maßen zu sein und war trotzdem weder das eine noch das andere. Obwohl so still und starr schienen sich der Mann und die Frau, wo sie doch eins waren, sich zu begehren und sich zu befühlen. Je länger der Prinz dort stand und dem Spiel zusah, desto ausgelassener wurde dieses Spiel und und desto liebevoller die Berührungen, die Stöße. Je länger er dort stand und grübelte, desto mehr sahen die Gestalten aus wie Prinz und Prinzessin, wie er und seine Geliebte.
Dann sprach eine Stimme in seinem Kopf, tief und hoch, rau und klar wie Glockenklang: ?Gehe zu ihr und nimm sie hin. Gib dich ihr hin. Tue was es zu tun gibt. Liebe sie und lass dich von ihr lieben. Der König kann und wird dich nicht aufhalten!? Ehe der Prinz antworten konnte, drehte  alles und und er entfernte sich von der Statue und dem Raum. Er schien den Tunnel zu durchfliegen und fand sich schließlich genau dort, wo er den Tunnel betreten hatte, auf dem Gang des Palastes wieder.
Manche sagen, dass der Prinz das nur gesehen und gehört hatte, weil er seit 13 Tagen ohne Essen, ohne Trinken und ohne Schlaf durch die Gänge gewandert war. Doch was man denkt, ist einem selbst überlassen. Auf jeden Fall sah und hörte der Prinz das Beschriebene und er fasste Mut, Mut, dass er seine Prinzessin bald sehen und in die Arme schließen konnte, dass er endlich das mit ihr machen konnte, was er sich seit vielen Tagen überlegt und erträumt hatte.
Doch wer war diese finstere Gestalt? Ich glaube es war eine lange verlorene und verloren geglaubte Göttin, die aus den Zeiten des Chaos auf dieser Welt noch bestand hatte. Ein Wesen, dass gleichzeitig Mann und Frau war und doch nur ein Wesen zu seien schien. Doch wer auch immer er (oder sie?) war, der Prinz schenkte den Worten Glauben.
Er lies den gesamten Hofstaat versammeln, alles, was Rang und Namen hatte. Er schickte nach den klügsten Köpfen, nach listigen Intriganten, nach erfahrenen Hauptmännern und nach leisen Dieben und Assassinen. Er schilderte seine traurige Lage und befragte sie nach ihrem Rat. Alle begannen laut durcheinander zu reden, sodass der Prinz nicht ein einziges Wort verstand. Er ließ sich Ruhe verschaffen und verkündete, dass sich die Gruppen einzeln beraten und dann einen Vertreter benennen sollten, der ihm die Ergebnisse vortrug und sich einer Diskussion mit den anderen Vertretern stellen sollte. Er gab 3 Tage zur Beratung, mehr als er eigentlich gewähren konnte, doch er brauchte unbedingt Ruhe und Schlaf.
Nachdem diese 3 Tage verstrichen waren, fanden sich 4 Männer wieder ein. Ein Magier, ein Kriegsveteran, ein Politiker, der für seine Hinterlist bekannt war, und ein spitzbübischer Schelm kamen zum Prinzen und berichteten, was zu berichten war. Der Magier war der Meinung, der König sei mit Vernunft zu überzeugen. Schließlich sei die Lage doch eindeutig. Der Hauptmann sagte, der Prinz solle einen Aufstand gegen den König wagen und gar gegen ihn ins Feld ziehen, der König habe viele Feinde. Auch der Politiker wollte sich die Unbeliebtheit bei den höfischen Männern zu Nutze machen, doch sann er nach einer Intrige, die den Prinzen durch reine Diplomatie auf den Thron bringen würde. Der Schelm jedoch riet dem Prinzen von alle dem ab. Er schlug vor sich in das Zimmer der Prinzessin zu schleichen und sich am Morgen wieder heraus zu stehlen. Dann sagte er mit einem Augenzwinkern: ?Der Herr König ist bereits alt und gebrechlich. Niemand garantiert dafür, dass er noch aus seinem Schlafe erwacht.? Niemand musste es aussprechen, alle wussten, was gemeint war.
Obwohl der Prinz sich dabei unwohl fühlte im Verborgenen zu arbeiten, hielt er den Weg des Schelms für den besten. Alle anderen waren zu riskant. Wenn sie fehl schlugen konnte man ihn sofort als den Schuldigen erkennen. Bei diesem Plan war das jedoch nicht so einfach.
Doch wie sollte sich der Prinz in das Gemach der Prinzessin schleichen, ohne von all den Wachen bemerkt zu werden? Darauf hatte der Schelm eine einfache Antwort: ?Geht einfach mein Herr. Tretet durch die Gänge des Palastes ohne zu zögern. Nähert euch dem Gemach ohne mit der Wimper zu zucken und der Segen Askriers wird euch geleiten!? Der der was? Askrier hat er gesagt. Der Prinz brauchte nicht zu fragen, wer das sei. Er hatte ihn (oder sie?) doch schon mal gesehen. Wer er (oder sie?) war oder welche Heimat? Diese Frage stellte der Prinz nicht. Er ahnte es, wollte es aber auch gar nicht so genau wissen.
Also hüllte sich der Prinz in die edelsten Gewänder, die die Räume des Palastes zu dieser Zeit kannten. Schönste Seide, geschmeidig wie eine zweite Haut und matt schwarz wie der sachte Schleier der Nacht. Er parfümierte sich, schminkte sich, nahm kurzer Hand noch ein paar Pfund ab und machte sich auf den Weg.
Das sonst so solide verschlossene Tor, das den Bereich des Prinzen vom Rest der Burg trennte, ließ sich so einfach öffnen diese Nacht. Sie schwenkte gar von selbst auf, als wollte sie den Prinzen bitten einzutreten. Er wanderte weiter. Sein Gefühl leitete ihn und er wusste exakt, wo es zu den Gemächern der Prinzessin ging. Alle Tore waren zu öffnen, egal wie schwer und egal wie viele Riegel sie geschlossen halten sollten, sie öffneten sich. Die Wächter, die sogar fast den unsichtbaren entdeckt hätten schlummerten alle seelenruhig, waren in ihr Kartenspiel vertieft oder aber sie stierten in die Leere, die eigentlich der Prinz war.
So schritt er durch den Palast auf dem Weg zu seiner Geliebten. Nach einer Stunde des Gehens und des Ungewissen kam der Prinz an eine prächtige Tür, prächtiger als jede andere Tür, die er gesehen hatte, mit Ausnahme der, die in sein Schlafgemach führte. Er wusste sofort, dass dies das Ziel seiner langen Reise durch den Palast war. Auch diese Tür öffnete sich spielend leicht, obwohl der Prinz wusste, dass zum Öffnen seiner Tür mindestens zwölf starke Recken von Nöten waren.
Sie war dort, schöner als das Gemälde, schöner als seine Träume. Er ging auf sie zu. Alles um ihn herum verlor sich in der Unwichtigkeit, es war als wäre ein einziger Lichtschein auf sie gerichtet. Sie bemerkte ihn, schaute erschreckt, doch er ging weiter auf sie zu. Sie wollte gerade aufstehen, da begann sie zu lächeln. Auch er lächelte jetzt und setzte sich neben sie auf das Bett. Sie blickten einander an. Länger als wir verstehen könnten, ohne etwas zu sagen. Sie verloren sich in den Augen des anderen.
Nach mehr als einer Stunde sagte beide zu einander: ?Jetzt weiß ich alles über dich.? Sie fielen über einander her, wo sie doch so lange getrennt waren. Die Wärme des anderen kam ihnen bekannt vor, als hatten sie bereits Monate auf engstem Raum verbracht. Sie liebten sich die ganze Nacht und den darauf folgenden Tag.
Während sich die beiden vereinigten, beschlich den König ein schlechtes Gefühl. Er stand auf, um diesem nachzugehen. Als er an die Tür trat und sie öffnete, erspähte er einen Schatten, der vor dieser Stand. Ein kurzer Blitz zuckte durch die Luft und der Dolch der Gestalt durchbohrte das Herz des Patriarchen. Er fiel tot um und wusste: Die Prophezeiung ward erfüllt. Wie sollte es anders geschehen, denn eine ausgesprochene Prophezeiung wird immer erfüllt.
Als nun der neue Tag dämmerte und die Liebenden sich von den Spielereien erholt hatten und erfüllt von Liebe durch den Palast schlenderten, natürlich nur dort, wo es auch erlaubt war, begegnete ihnen die traurige Nachricht: Der König war tot und die Königin wollte daraufhin auch nicht mehr leben. Beide waren sehr betroffen, sie hatten ja ihre Eltern verloren.
Als sie dies ausriefen erschraken beide. Sie hatten nie gewusst, dass sie einen Bruder oder eine Schwester gehabt hatten. Doch eins stand für sie fest: Ihre Liebe war so stark, dass sie sich nicht trennen wollten. Außerdem hatte die Prophezeiung von ihrer Vereinigung gesprochen und eine Prophezeiung spricht immer den Willen der Götter. Es war also geplant von den Unsterbliche und von den Sterblichen ward es angenommen und gewollt.
Da nun beide niemand anders heiraten wollten, wurden sie zum Königspaar. Sie beschlossen, dies als den Beginn einer Tradition zu sehen und den Willen das Geschwisterkind zu heiraten, wurde von den Eltern an die Kinder weitergegeben und die Tradition setzte sich fort.
Seither sind viele Zyklen vergangen und das Königreich Askaloohr besteht immer noch. Es ist noch genauso klein, wie es damals gewesen war. Es herrscht noch immer die selbe Familie und sie trägt noch immer den selben Namen. So ist es und so wird es bleiben. Alles wegen des Paares, dessen Namen wir nicht einmal kennen. Doch die Geschichte bleibt. Namen sind Schall und Rauch, denn nicht ihretwegen wird man sich an das Paar erinnern. Was zählt, sind die Taten.
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #9 am: 26. April 2011, 01:37:09 »

Hi,

an meine Gruppenmitglieder: Aus, pfui, böser Spieler. Wehe dir, wenn du weiterliest.


An alle anderen: Ich werde hier jetzt meine Version der Geschichte "Warum heißt der erste Tag "Nomos"?" hier hereinstellen. Es gibt noch andere Versionen in "meinem Pyramos", aber das ist die wahre Geschichte. Sie wird jedoch häufig vergessen oder falsch gedeutet, weswegen es zur Ausnutzung des Volkes durch Adlige kommt, usw.


Wer von meinen Spielern hier immernoch liest sollte jetzt eines Wissen: Ich habe dieses Thema mit einem Fluch belegt. Solltet ihr weiterlesen, als ich euch gestatte, wird euch euer wichtigstes Körperteil verschrumpel und abfallen. ... Ja, ich meine eure Würfelhand, muhaha. (Ich hoffe, dass es einer meiner Spiler liest. Alle anderen dürften den Witz nicht verstanden haben.)

Die Wahrheit über das Entstehen der Gesetze

Es gibt viele Gerüchte über das Entstehen von Recht und Ordnung. Diese Geschichte ist jedoch die Wahrheit. Sie ist in jedem Buch des Ordens der Weißen Rose zu finden. Sie ist als erste aufgeführt und jeder, der den Rang eines Lehrenden bekleidet, wird zum Buch des jeweiligen Ordenshauses geführt, wo er von seinem Mentor in die Wahrheit eingewiesen wird.

Die wahre Geschichte aus den Büchern des Ordens, die in den Kellergewölben geheiligt und unter Verschluss gehalten werden (aus Sicherheit oder anderen Gründen ...):

Es begab sich zu jener Zeit,  als die Ebene, die hoite den Namen Eridas traegt, vom Chaos beherrscht ward, dass die Pigona und Elben gemeinsam die Armeen der Entropie besiegten und Kaderon, den Herr von Chaos und Schmerzen, fuer immer von Eridas' Antlitz verbannten, so dass das Land zum ersten Mal seit Anbeginn der Zeit spross und gedieh.
Als die Bewohner Eridas' das ergruente und erbluehte Land sahen, so war ihre Froide darueber gross und sie jubilierten und feierten und sie gelobten Jaal, dem obersten Meister der Ordnung, ewige Dankbarkeit, ob seines Vermaechtnisses.
Als nun aber Jahrhunderte ueber Feiern und Feste verging, sahen die Goetter der Ordnung, dass so nichts seien konnte. Sie dachten und gruebelten, um dann etwas den Wesen Eridas' zu uebergeben, das diese noch nie kennengelernt hatten. Es handelt sich um Recht und Pflicht. Die Goettin des geschriebenen Wortes, Skriptia, uebergab den Pigona und Elben das, was Goetterbeschluss sein sollte:
Das Volk sei in dreie zu Teilen: Klerus, Adel und Volk. Jedem der dreie ward Recht und Pflicht gegeben. Das niedere Volk hatte sich dem Befehl der ihnen uebergestellten zu gehorchen, doch ward ihr Recht, von Adel und Klerus angemessen behandelt, beschützt und mit Essen versorgt zu werden. Recht des Adels ward die Gewalt ueber alles weltliche im Reiche, doch ward es ihre Pflicht Reich und Volk zu schützen und zu ernaehren. Dem Klerus kam eine besondere Aufgabe zu teil. Er durfte und musste wachen ueber all das, was geschah, auf dass die Gebote von Recht und Pflicht eingehalten wurden. Sie hatten Macht ueber das Geistliche der Reiche und hatten die Pflicht, allen den Zugang zum Glauben zu eroeffnen. Und die Goetter sahen ihre Tat und sahen das Gute darin.
Doch die Pigona und Elben gedachten sich nicht an Recht und Pflicht der Götter zu halten. Sie begehrten des anderen Recht und verweigerten ihre Pflichten. Nomos sah diesen Trotz und ward zornig ob diesem Frevel. Doch wusst er, eine Starfe ward unangebracht. So ersann er etwas, Recht und Pflicht zu schützen:
Er ersann das Gesetz und schenkte es den Elben und Pigona. All diese nahmen es und hielten sich ab sofort daran, denn ihnen ward bewusst: Es gab ihnen Recht und Pflicht, abgewogen durch der Götter Mass. Und Nomos erkannte das Gute im Gesetz und ward froh.
Seit jeher schallt nun der Name Nomos' ueber die Ebene, die hoit Eridas genannt, denn er leitete mit dem Gesetz den ersten Tag von Recht und Pflicht und damit den ersten Tag der Ordnung und des wahren Lebens auf Eridas ein.

Eine Schlussfolgerung, des weisesten Gelehrten, der jemals auf Eridas lebte, folgt direkt danach und wird von den einsichtigen des ?wahren? Glaubens auch für richtig erachtet. Deshalb wird dieses Zitat häufig zusammen mit der Geschichte gelehrt, doch viele verstehen heute den Zusammenhang nicht mehr, weswegen das Gesetz meist zur falschen Anwendung kommt.
?Somit ward das Gesetz Mittel, den Adel und den Klerus aber ganz besonders das Volk zu schützen, denn dies ward am schwächsten von sich selbst.?

Bis dann,
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #10 am: 07. Mai 2011, 20:04:12 »

Gehör ich zu deinen Spielern?
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #11 am: 07. Mai 2011, 23:41:35 »

Nein, ich spreche von meiner Pyramosgruppe, mit der ich regelmäßig bei mir spiele. Du und Jomas, ihr gehört also nicht dazu.
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #12 am: 12. Mai 2011, 18:11:35 »

Ok,danke.
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #13 am: 04. Februar 2012, 15:09:47 »

?Warum das eure Haus Eichbaum heißt, fragst du? Nun, die Antwort auf deine Frage finden wir in der Geschichte euer aller Ahnenherrs, jenes Mannes, der als erster den Namen Eichbaum trug?
Es begab sich zu der Zeit, die nun über 2000 Jahre her ist, dass ein Recke, Wilbur geheißen, dem Königshause wohl diente. Er focht tapfer und ehrenhaft und als der König dies sah, so sprach er seinem Untertan: ?Du hast mir gar wohl gedient und meine Feinde das Fürchten gelehrt. Dafür werde ich dich mit einem Land bedenken. Nenne deine Wahl frei heraus.? ?Herr?, antwortete Wilbur, ?viel habe ich gesehen und vielerlei Feinde niedergestreckt, allein mein Heimatland ist mir doch seltsam fremd. Lasst mir einen Weißmond Zeit, ich will hinausreiten, mir das Reich beschauen.? Und so packte er seine sieben Sachen und ritt los.
So mancherlei Ding zog ihm da vors Auge: Flüsse mit dem klaren Wasser der Hohen Berge, Hügel bedeckt von herrlich grünem Gras und Wälder mit dem besten Wild. Doch all das sprach ihm nicht zu. Er konnte es sich selbst nicht erklären, aber all der schönen Ländereien zum Trotz schien ihm kein Land wert, seine Schwelle zu schlagen. Er reiste noch lange Zeit doch schließlich war er fest des Gedankens, niemals einen rechten Ort für seine Heimat zu finden und betrübt machte er sich auf den Weg, dem König sein Anbieten dankend abzulehnen.
So kam es, dass er sich eines Tages zur Mittagstunde in den Schatten einer einsam auf einem ansehnlichen Hügel thronende Eiche legte, um einen Moment von dem anstrengenden Ritt auszuruhen. Wie er so gedankenverloren in die Gegend blickte, sah er eine kleine Gruppe Reiter in seine Richtung kommen. Er erhob sich, um die Männer genauer betrachten zu können, und als sie näher gekommen waren, konnte er ihre lumpigen Kleider und einfachen Waffen erkennen. ?Es werden doch wohl keine Vogelfreien sein??, dachte er besorgt bei sich. Im ehrlichen Zweikampf fürchtete er keinen Gegner, doch diese Reiterschar machte nicht den Anschein, als ob sie die Tugenden von Ehrlichkeit und Anstand verstünden. So wurde es dem Recken doch tatsächlich ein wenig mulmig, ob der Überzahl, doch vernahm er plötzlich eine Stimme, die aus den Blättern säuselte: ?Fürchte dich nicht, ich habe dich vor der sengenden Hitze der Schwestern Sonne  geschützt und du wirst auch weiterhin unter meinem Schutze stehen. Sei nur frohen Mutes, in meinem Schatten wird dir kein Leid geschehen.? Zunächst erschrak er, doch er befolgte den Rat und blieb unter der Eiche stehen. Als die Reiter schließlich vor ihm standen, ergriff einer der Reiter das Wort und sprach in barschem Ton: ?Heda, was machen wir denn so alleine hier im auf offener Wiese?? Euer Ahn ließ sich nicht beirren und antwortete ruhig: ?Ich befinde mich auf Reisen, was einem Ritter des Königs auch wohl gewährt sein dürfte.? ?Oho, ein feiner Herr also?, entgegnete der Reiter frech und spie aus. ?Na, ob Ihr noch so weit reisen werdet, werden wir ja sehen. Hier soll eine böse Räuberbande ihr Unwesen treiben.? Er grinste und entblößte dabei seine hässlich schwarzen Zahnstümpfe. ?Aber ich wüsste einen Weg, sich gegen diesen Abschaum? ? bei diesem Wort lachte das Pack laut auf ? ?zu schützen. Ihr könntet uns freischaffende Söldner dafür bezahlen, Euch durch dieses gefährliche Gebiet zu begleiten.? ?Nein, danke?, lehnte Wilbur höflich ab, ?ich denke, ich bin mit meiner Schwertklinge sicher genug aufgehoben.? ?Aber, aber, Ihr habt euch unser Angebot doch noch gar nicht angehört! Wir würden auch gar nicht viel nehmen, mhm, sagen wir alles war Ihr bei euch tragt? Das scheint mir ein rechtes Angebot.?, setzte er über das Gelächter seiner Spießgesellen hinzu. Nun wurde es Wilbur aber zu viel, er zog sein Schwert und rief: ?Wenn ihr meinen Besitz wollt, so kommt und holt ihn euch!? Nun verschwand das Lachen von den Gesichtern der Halunken und an ihre Stelle traten ihre blanken Waffen. Die feigen Hunde wollten sich alle zugleich auf ihn schmeißen, doch da begann die Eiche sich zu bewegen. Es rumorte gewaltig, als sie ihre Wurzeln aus dem Erdreich erhob und ihre gewaltigen Äste senkte, so dass nur noch eine schmale Schneise zu dem Recken führte. Zunächst von der wundersamen Verwandlung der Eiche in ihren Bann gezogen, rissen sie sich vom Anblick des Baums los und saßen ab, um durch das Dickicht zu ihm zu eilen. Doch wie sie da einer nach dem anderen auf ihn zukam, so streckte er sie mit Leichtigkeit nieder und strafte ihren Übermut mit Blut und Tod. Bald lag ein Dutzend der Räuber erschlagen auf dem roten Flur und was noch beide Beine und Rumpf und Haupt dazu hatte lief um sein unwürdiges Leben, allen voraus der großmäulige Wortführer. Nun löste die Eiche ihr Holz und stand nun wieder aufrecht da. Wilbur aber sprach: ?Ich danke dir Mutter Eiche, die du hast mein Leben gerettet und mir Gerechtigkeit zuteilwerden lassen. Und ich danke dir, denn du hast mit endlich den Ort gezeigt, an dem ich weilen will.?
So ritt er eilig zurück vor den Thron des Königs und bat um das Land, auf dem eure Familie jetzt lebt. Und der König, in seiner Weisheit, gewährte es ihm, also er zog hin und verwaltete seine Ländereien mit Recht. Sein Haus aber erbaute er in dem Schatten jener Eiche, auf das sie alle seines Geschlechts schütze und behüte. Und deshalb, Markos, heißt euer Blut Eichbaum.?
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“If more of us valued food and cheer and song above hoarded gold, it would be a merrier world.”

J. R. R. Tolkien

Rene

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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #14 am: 25. März 2012, 12:17:01 »

@Alle: WOW!!


Bei dieser geschichte muss ich ein Plagiat anmelden: Die Grundidee der sich selbst erfüllenden Prophezeiung stammt aus der antiken Mythologie.
[...]
PS: Auch hier sind Kommentare dringend erwünscht!

Wenn man auf das Original hinweist, ist es kein Plagiat (also kein "Guttenberg"), sondern ein Zitat.
Jetzt noch die Originalquelle "Ödipus" angegeben und es ist erlaubt.


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"Wer schweigt, von dem wird angenommen, dass er zustimmt." (Papst Bonifatius VIII)
 

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