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Autor Thema: Genre Definitionen  (Gelesen 1707 mal)

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Ingo

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Genre Definitionen
« am: 23. Juli 2007, 10:35:25 »

Tja, ich würde ja gerne hier mal einen Thread mit Genre-Definitionen starten. Was macht ein Genre aus, wo grenzt es sich von anderen ab? Die folgenden Definitionen sollen nicht der Wahrheit letzter Schluß sein, sondern eine Diskussionsgrundlage stellen. Ich orientiere mich dabei Großteils an der Litertur und am Film und stelle Euch einfach mal meine Überlegungen vor, wobei ich mich auf die gesamte Umgebung beziehe, auf den Hintergrund.

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Fantasy
Fantasy möchte ich in verschiedene Unterbereiche gliedern: Mittelalter-Fantasy, Dark-Fantasy, High-Fantasy, Steam-Fantasy

Mittelalter-Fantasy
Mittelalter-Fantasy findet in einer mittelalterlichen Welt statt, dabei gibt es durchaus Magie, die Welt funktioniert aber auch ohne solche und Technik ist durchaus bekannt. Viele Kreaturen kommen aus weltlichen Legenden und Mythen und werden in diese Welt integriert.
Man kann hier auch von Low-Fantasy sprechen. Lösungsansätze sind durchaus typisch, auch wenn es mit Magie möglich gibt, spielt der Kampf eine nicht unwesentliche Rolle
Typische Vertreter: DSA, Midgard, D&D (nur begrenzt)

High-Fantasy
High-Fantasy ist das offensichtliche Gegenstück zur Low- (Mittelalter-) Fantasy. Die Welt ist magisch und Magie ist eine alltägliche Basis. Viele Kreaturen sind eigenständig (wenn natürlich auch praktisch immer an irdische angelehnt). Die Lösungswege sind meist unterschiedlicher, Kampf wird hinter anderen Alternativen zurückgedrängt.
Typische Vertreter: Mers, Earthdawn, Pyramos, D&D (nur begrenzt)

Dark-Fantasy
Dark-Fantasy ist meist nah der High-Fantasy, doch die Welt ist dunkel und Helden sind nicht vom guten geführt, sondern handeln meist aus niederen Beweggründen heraus oder werden immer wieder mit ihren Fehlern konfrontiert. Die typische Dark-Fantasy kennt nicht das klassische Happy-End. Kämpfe tauchen immer wieder auf, bringen die Helden jedoch nicht weiter.
Typische Vertreter: Sturmbringer, Pyramos, Midnight [D&D], Ravenloft [D&D]

Steam-Fantasy
Steam-Fantasy ist das klassische viktorianische Rollenspiel, in der Magie und Technik Hand in Hand gehen. Es gibt erste Technik, aber auch Magie.
Typische Vertreter: Iron Kingdoms, Thyria?, Deadlands?

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Punk
Punk ist etwas was es in dieser Form eigentlich nicht gibt. Ich habe unter diesem Punkt einfach all jene Systeme zusammengefaßt, die eine gewisse Ähnlichkeit nicht nur namentlich haben: Steam-Punk, Cyper-Punk, Splatter-Punk, Cyber-Fantasy

Steam-Punk
Steam-Punk spielt, wie die Steam-Fantasy in einer der viktorianischen Zeit ähnlichen Epoche. Es gibt erste Technik und diese wird auch knallhart eingesetzt. Magie ist entweder unbekannt oder kaum verbreitet, dafür setzt man auf schnelle Waffen und das Töten (z.B. die Aktionen ganzer Armeen) bilden einen Schwerpunkt.
Typische Vertreter: SPACE 1889

Cyper-Punk
Cyper-Punk ist eine dunkle Vision einer nahen Zukunft. Technik fließt nicht nur in den Alltag ein, sondern beeinflußt das Leben und sogar die Körper. Auch hier ist ein Schwerpunkt in der Verwendung von Feuerwaffen zu sehen. Beim Cyber-Punk ist Magie unbekannt oder spielt eine untergeordnete Rolle. Wie in der Dark-Fantasy handeln die Helden oft aus niederen Beweggründen und haben darüber hinaus einen gewissen Selbstzerstörungstrieb.
Typische Vertreter: Gurps-Cyberpunk, Cyperpunk 2020 A.D., Blue Planet

Splatter-Punk
Wer glaubt, die beiden vorangestellten "Punk" Genres seien gewalttätig, der wird überrrascht sein, wie stark die Gewalt in Splatter-Punk einfließt. Hier ist Gewalt oftmals nicht nur eine Lösung, sondern der einzige Weg. Es darf Blut spritzen und wenn es richtig matscht macht es richtig Spaß. Auch beim Splatter-Punk ist Magie oftmals un- oder nur wenig bekannt.
Typische Vertreter: All Flesh must be eaten

Cyber-Fantasy
Anm.: Der Begriff ist sicherlich neu, aber er gefiel mir ganz gut. Kam als Vorschlag von Masterbrain smile
Cyber-Fantasy ist eine Mischung aus Cyperpunk und Fantasy. Es gibt durchaus fortgeschrittene Technik, einige Cyberpunktelemente (wie die Matrix), aber auch fantastische Kreaturen und Magie. Es ist sicherlich weicher als Cyberpunk und nicht so tödlich für die Charaktere, bietet dafür aber auch einige Spielkonzepte, die im klassischen Cyberpunk nicht vertreten sind.
Typische Vertreter: Shadowrun, RIFTS, Warhammer 40k

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Science Fiction
Science Fiction ist keineswegs ein Zukunftsrollenspiel, sondern kann auch in der Antike spielen. Es geht darum, daß es (ohne Magie) technische Errungenschaften gibt, die wir uns nur schwer vorstellen, kaum aber realisieren könnten oder deren Realisierung unwahrscheinlich scheint. Science von Wissenschaft und als Fiktion.
Typische Vertreter: Star Treck, Gurps Space, Traveller, Star Wars (bedingt)

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Horror
Horror-Rollenspiele spielen mit oft nicht erklärbaren Ängsten und spielt mit unbekannten Feinden. Der Gegner bleibt im Verborgenen und hat, für den Charakter, nicht erklärbare Kräfte. Der Gegner im Horror ist definitv überlegen und gewinnen kann das arme menschliche Opfer nur durch Glück.
Typische Vertreter: Kult

SF-Horror
Als Mischung aus Science Fiction und Horror, wobei letzteres meist deutlich stärker zu Tage tritt, ist die Klasse der Science-Fiction Horror Rollenspiele zu nennen, und die seit Alien als Genre bekannt sein dürfte. Dabei geht es um Horror in einer Science-Fiction Welt und der Ohnmächtigkeit trotz aller Technik.
Typische Vertreter: Alien, Space Gothik, SLA Industries (bedingt)

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Endzeit
Endzeit ist das Spiel um das Ende einer Ära oder Welt. Wissen gerät in Vergessenheit und die Werte gehen verloren. Es beginnt der nackte Kampf ums Überleben.
Typische Vertreter: Fallout, Degenisis, Chroniken der ENGEL

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Gothik
Gothik - wenn auch oft erwähnt - ist eigentlich kein Rollenspiel-Genre, denn trotz anderer Aussagen gibt es kein Gothik-Rollenspiel. Im Gothik geht es um den Schmerz der Liebe und den Tod. Es ist ein Ausdruck mit der Umwelt unzufrieden zu sein und der Angst vor anderen.
Manche bezeichnen Vampire als Gothik, doch ein echter Gothik würde Vampire nicht spielen, denn im ewigen Leben geht der Schmerz verloren.

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Verschwörungs-Rollenspiele
Man könnte sie auch als Beziehungsrollenspiele bezeichnen, denn es geht darum, daß andere Macht durch Beziehungen haben und man selbst einiges an Beziehungen braucht um mitmischen zu dürfen. Solche Spiele haben eine starke Beziehungskomponente und die Lösung liegt nicht daran Rätsel zu knacken oder andere zu bekämpfen, Geheimnisse zu ergründen sondern im Aufbau von Beziehungen und das Durchdringen anderer Beziehungen.
Typische Vertreter: Vampire, Conspiracy X 2.0

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Naja, vielleicht habt Ihr ja noch ein paar Anregungen.

Viele Grüße,
Ingo
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Re: Genre Definitionen
« Antwort #1 am: 23. Juli 2007, 13:04:45 »

Superhelden a la Champions, Marvel Super Heros etc. fehlen noch, evtl. auch Mischformen wie Dark Champion.

Und sowas wie Private Eye findet noch keinen Platz, viktorianisches Detektivrollenspiel.

Ich schätze, hier (in diesem Posting) findest Du auch ein Genre, wo man Vampire unterbringen kann...

Als Genre wäre vielleicht noch Fun-RPs sinnvoll, um Sachen wie Machoweiber miz dicken Kanonen, Kobolde oder PP&P unterbringen kann.

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