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Autor Thema: Mythen und Märchen  (Gelesen 4405 mal)

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Der Lachende Zwerg

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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #15 am: 26. März 2012, 18:36:52 »

@Alle: WOW!!

daaanke!  :-*

Ach ja: Quelle Ödipus :P Sowieso bin ich mir grad im nachhinein gar nicht so sicher, ob man das so stehen lassen kann, weil ich zu dem Zeitpunkt nicht so viel von Doran wusste/mir ausgedacht hatte und deshalb das Aussterben des herrschergeschlechts nicht zu der Art des Alten Reiches, wie wir es bespielen, passt :/
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J. R. R. Tolkien

Der Lachende Zwerg

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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #16 am: 09. Januar 2013, 19:00:11 »

Von Thaumathur, dem Listigen

Es begab sich einst, als Welt und Götter noch jung waren, dass eine von diesen, Arka geheißen, über das Zelt des Himmels schritt und der Welt ihre Gabe anheim gab.
Mit jedem Schritt, den sie tat, warf sie einen Stern herab und allwo er die Erde traf, grub er sich tief in die Erde und es wuchsen und gediehen die Wurzeln dessen, was wir heute ?Magie? nennen.

Jedoch ward die Welt bereits von den alten Völkern bewohnt und so kam es, dass ein Zwerg mit Namen Thaumathur auf seinen Reisen einen tiefen Krater fand, in dessen Mitte ein gülden glühender Ball aus Licht schimmerte. Als Zwerg teilte auch er die Liebe unseres Volkes für Gold und Edelsteine und so stieg er in den Krater hinab und nahm das Großod an sich. Die Sternensaat war heiß wie Feuer und verbrannte ihm die Finger, doch die Schmerzen in seinen Händen wurden nur übertroffen von der Gier in seinem Herzen, also er trug den Schatz in seinen Hort.

All dies sah Arka und Zorn übermannte sie ob des Zwerges, der es wagte, sich ihrem göttlichen Plan zu widersetzen. Doch als Göttin war es ihr untersagt, die Welt zu betreten, ehe nicht drei Tage seit ihrem letzten Wunder vergangen waren. Und während sie voller Ungeduld ausharrte, verlor sie Thaumathur aus den Augen.

Als die drei Tage endlich vorüber waren, suchte Arka unverzüglich den Ort des Diebstahls auf, doch sie fand keine Spur Thaumathurs, denn wie ein jeder unseres Volkes verstand er sich meisterhaft darauf, im Stein zu verschwinden, wenn er es nur wünschte. So war Arka dazu gezwungen, ihre Macht einzusetzen, um ihn zu finden, und dies verdross sie. Schließlich spürte sie ihn in seiner Höhle auf, wo er in seine Arbeit vertieft an seiner Schmiede stand. Da sprach sie mit allerfassender Stimme: ?Was maßt du dich an, einer Göttin Werk zu schänden, Zwerg? Gib mir unverzüglich mein Eigentum zurück oder du wirst meinen Zorn zu spüren bekommen, Sterblicher!? Thaumathur erschrak ob dieser mächtigen Worte, aber fasste sich schnell und gab mit vor der Brust verschränkten Armen und grimmig entschlossenem Blick zurück: ?Euer Eigentum? Ich nahm lediglich an mich, was ich in jenen Ländereien fand, die ich mein Eigen zu nennen pflege. Es gehört rechtens mir.? ?Unglücklicher!?, schrie sie ihn nun an, ?Deine Unverfrorenheit macht es für dich nur noch schlimmer! Einer Göttin Habe kann niemals zu der eines Sterblichen werden! Tausend Qualen und Tausend Schmerzen wirst du erleiden, wenn du mir nicht unverzüglich das widergibst, was du mir stahlst!? Da ward Thaumathur betrübt, denn er erkannte, dass sein letztes Stündlein geschlagen hatte, ganz gleich, ob er ihr die Sternensaat freiwillig zurückgab oder nicht. Und so beugte er das Haupt und sprach: ?O große Göttin, verzeiht mir meinen Hochmut, das strahlende Licht eurer Schöpfung hat mich geblendet, meinen Verstand getrübt und meinen Geist verwirrt. Selbstverständlich werde ich euch euer Hab und Gut widergeben, aber wenn ihr mir nur eine kleine Bitte gewähren würdet, es handelt sich nur um einen kleinen Gefallen, einen Gefallen, der so winzig klein ist, dass er einer großmächtigen Göttin wie Euch sicherlich gar nicht der Rede wert scheint?? ?So sprich nur geschwind!?, sprach Arka ungeduldig, aber durch seine schmeichelhaften Worte besänftigt. Thaumathur fuhr fort: ?Seit Tagen habe ich daran gearbeitet, aus eurer Schöpfung ein Kunstwerk zu schaffen, das dem göttlichen Ursprung seiner Materie gerecht wird. Ehe ich es einschmelze, um es euch in reiner Form zurückzugeben, gewährt mir nur die eine Bitte und lasst mich euch mein bescheidenes Werk vorführen.? ?So sei es denn.?, willigte Arka ein. Also wandte sich Thaumathur seiner Schmiede zu und holte aus dem mit Wasser gefüllten Bottich ein güldenes Horn hervor, dass immer noch dampfte und über und über mit Runen verziert war. Und als er die Lippen ansetzte und hineinblies, da leuchteten die Runen auf und aus dem Horn klang kein einzelner Ton, sondern eine mächtige Stimme, laut wie das Brüllen eines Drachen, das die Erde zum Erbeben bringt, und sie sprach in fremden Zungen von Dingen, deren Ursprung nicht in dieser Welt zu finden ist. Da begriff Arka, welchen Fehler sie getan und sie wandte sich wutentbrannt gegen Thaumathur und unter ihrem Zorn zersprang das Horn in tausend Teile. Doch es war zu spät: Die Macht des Horns war bereits durch die Tiefen Wege geschallt, so dass ein jeder Zwerg unter Tage sie vernahm. Thaumathur jedoch lag tot danieder, erschlagen von den Überresten des Werkes seiner eigenen Hände.

Und so kam es, dass Thaumathur, der erste Runenschmied, eine Göttin überlistete und unter Hingabe seines Lebens das Wissen um die Kunst des Runenschmiedens unserem Volke zum Vermächtnis machte.
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Re: Mythen und Märchen
« Antwort #17 am: 12. Mai 2014, 14:00:06 »

Der Fall der Caledhel

In den alten Tagen, als noch Elben und Pigona sich die Welt teilten, waren wir Zwerge ein Teil von jenen. Im ersten Zeitalter dieser Welt bestand das Elbenvolk aus den vier Häusern, die es heute noch gibt,  (Nircha?hd, Senchia?hd, Jalacha?hd und Isuriach) und unserem Hause, Cala?hd, dem Hause der Caledhel, der Lichtelben, der Kinder des Lichts und der Sterne.

Unser Haus war das größte und mächtigste zu jener Zeit und angefangen mit Galumoron entstammte ein jeder Herrscher über Mirion unserem Blute. Als die reine Kette des Königsblutes jedoch abriss, zerbrach das Reich der Elben in die drei Königreiche Tanneron, Isurial und Kebendil.

Doch auch unter den Pigona kam es zu Streitigkeiten unter den Herrschern ihrer zahlreichen Königreiche: Zunächst wären es Banalitäten wie Festsetzung der Grenzen, Erhebung von Zöllen und Zwistigkeiten bei Hofe, doch bald führte eine Beleidigung zur nächsten und es kam zu den großen Pigonakriegen, die über 2000 Jahre andauerten. Zuletzt wurden sie so erbittert, dass Malag, der Herrscher des Reiches Zariach, die Abscheulichkeiten der Höllenpfuhle um Hilfe anrief.

Die Elben hatte sich bis dahin aus den Streitigkeiten der Pigona herausgehalten, doch als sie sahen, dass ein Riss zwischen den Welten geöffnet worden war, vereinten sie sich unter dem Banner von Albalor, dem Obersten der Caledhel, und trieben die Dämon zurück zum Donnerberg, dem Ort, dem sie entsprungen waren, und in die Tiefe zurück. Doch ehe der Riss zur Unterwelt sich schloss, sprach Iach, der größte unter Ihnen, einen schrecklichen Fluch über Albalor und die seinen, so dass ein jeder Caledhel wie tot umfiel.
So wurden sie denn am Ort ihrer größten Schlacht in den Tiefen des Berges in steinernen Sarkophagen zur Ruhe gebettet und ein jeder, ob Pigona, ob Elb, trauerte um die großen Helden.

Tausend Jahre vergingen, da erwachte das Leben im Stein und die Totgeglaubten erhoben sich aus ihren Gräbern. Als das Elbenvolk dies vernahm, machten sie sich auf, ihre Brüder willkommen zu heißen. Doch als sie am Donnerberg ankamen, erkannten sie die einstigen Helden nicht wieder: Sie waren klein, kaum fünf Fuß maßen sie, waren von gedrungener Gestalt und mit ihren harten Zügen und langen Bärten schrecklich anzusehen. So verweigerten sie ihren Brüdern ihren rechtmäßigen Anspruch auf Land und Titel trotz ihres großen Opfers. Sie wandten ihnen den Rücken zu und schimpften sie Nogothir, die Gefallenen.

Erbost über den Verrat ihrer Brüder und ihrer Heimat beraubt siedelten die ?Zwerge?, wie die Pigona sie nannten und die Durain, Barbaren und Menschen nach ihnen uns nennen sollten und immer noch nennen, sich in und um den Donnerberg an. Sie lernten, mit ihrer Gier nach Schätzen und ihrer Neigung, unter Tage zu hausen, und nicht zuletzt mit ihrer Erscheinung zu leben und bald trugen sie den einstigen Schimpfnamen Nogothir zum Titel und ihren verräterischen Brüdern zum Trotz und noch heute nennt sich ein jeder Zwerg mit Stolz Nogoth.
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